Archiv für den Autor: conrad

TONIMAHONI

ANTIKING DES MONATS SEPTEMBER

Da 99,9 Prozent der plusminus 9.247 867 Leser, die jetzt hier gelandet sind, von der Antiking-Facebookseite kommen werden, lüften wir gleich mal das Postgeheimnis und lassen euch den schönen Brief lesen, den uns TONI MAHONI, unser ANTIKING DES MONATS SEPTEMBER, in den Kasten geworfen hat:

Antiking sein is mein Ding. Seit ich immer der letzte auf der Bank war beim tiptop,- wer spielt in meiner Mannschaft -, seit ich also im Tor stand und dem Ball höchstens noch mal einen Schubs hinein ins Eigene verpasste, bin ich Antiking Kong Mahoni. Das Ding mit dem King is eben die Sache. Man will halt irgendwo King sein. Und wenns gar nich anders geht, dann eben Anti.

Ich frag mich wie jeder: was kann ich besonders gut, was die andern besonders Kacke finden? Ich kann zum Beispiel sehr gut Partys verderben. Mach ich meistens natürlich nich. Aber die Menschen spüren das und zollen mir den Respekt, der sich gehört, damit die Party weiterrollt. Ich kann auch gut schlecht zuhören, das is bekannt und ich kann mit neugieriger Offenheit unglaubliche Peinlichkeiten produzieren. Ich frag jede Frau mit Bauch freudig ob sie schon weiß was es wird, und wenns wieder nix wird, weil alle immer nur so halbmäßig bumsen, hab ich tolle Diät-tipps.

Ich find den Antikingstyle von Antiking saugut, weil ich mich sowieso immer so anziehe, nur bisher leider ohne geile Antikinglogos und natürlich nich in solch formidabler Qualität, wo man ja fast schon denkt: ey, sind die Bio oder ANTI? Na, Bio is ja eben Antichemo und da mach ich dann eben aus Gutheit mit. Weil auch ein Antiking hat seine guten Momente. so menschlich und tierisch sowieso. Antimenschen, also Tiere, liegen mir am Herzen, an meinem online casinos saftigen, fleischigen Antikingherz und darum find ichs in Ordnung, wenn Sachen Bio sind. Nur wenns halt irgendwie zu doll wird mit dem Gelaber und wenn man mir die Wurst aufm Grill nich gönnt oder wenn eine geile Veganerin ihrn Gemüsespieß nich neben mein Eichhörnchen aufs Rost legen will, nur in solchen Sittus kann Mahoni auch mal die ANTI-Bio-Schiene fahren und den ganzen Scheiß in Grund und Boden schreien, so dass am Ende alle weinen und die Köpfe schütteln und die Party eben vorbei is. Aber meistens chill ich halt drüber hinweg und bringe mich gar nich erst ein in sowas, weil als King muss man ja auch nich alles selber regeln.

Und dann wollt ich noch sagen, dass ich mir unbedingt ne Anti-Queen Kollektion wünsche, damit meine Süße auch mal vernünftig rumlaufen kann. Und an die Arschgeigen, die ihre Kohle nich rausrücken für Leute, die ums nackte Leben kämpfen, hab ich auch ne Kurznachricht: Fürchtet das Antikingdom! Denn die ersten werden die ersten sein, die die letzten sein werden!

Mahoni

“Stream of consciousness”, sagen die von der Uni. Wir sagen: Danke für die schönen Zeilen, endlich versteht uns mal einer. Stellt euch jetzt einfach vor, wie wir uns schluchzend in den Armen lagen, als der Brief reinkam. All die Mühe, honoriert.

Wir waren ja schon Mahoni-Fans, Jünger, “Mahonisti”, da gab’s sogar noch Clubs in Prenzlauer Berg. TONI MAHONI – Lyriker, Musiker, Autoriker, Köpenicker und nicht zuletzt der Mann, der uns ganz selbstlos auf ein Geschäftsmodell aufmerksam gemacht hat, mit dem wir nun seit fast zehn Jahren unsere großzügigen Anwesen in der Uckermark auf Vordermann bringen (lassen). Wir haben den Sack ja schon lange zu, Zeit also, das kostbare Wissen weiterzugeben. Nehmt euch fünf Minuten, kiekt’s euch an, läuft wie Hulle, keen Witz:

Toni Mahoni schreibt Jedichte, die sich reimen, hin und wieder ganze Bücher, die sich nicht reimen, aber sehr lustig sind wie “Gebratene Störche” und “Alles wird gut, und zwar morgen” und hat auch schon zwei Langspielplatten “released”: “Allet is eins”, auf der er bereits 2008 die Antiking-DNA rhetorisch entschlüsselt hat (“Drum rennt nicht zu die Ketten wie die Schafe, ick sag ma, Ignoranz is die beste Strafe!”) und “Irgendwatt is immer”. Was wir mit diesen wenig subtilen Linkwinken sagen wollen, sagen wir voller Überzeugung mit Tonis Worten: Hereinspaziert in Mahonis Kaufhalle und “Rin in Wagen” damit, da könnt ihr wirklich gar nichts falsch machen.

Auch live gibt’s TONI MAHONI natürlich hier und da zu sehen. Am 26. September ist er im About Blank, da singt er bei der GRIZZLYNATION allein im Technoland, befürchtet er, und freut sich bestimmt über ein paar vernünftige Chaoten im Publikum. Ansonsten untermalt er am 25. Oktober so gegen 13 Uhr in Adlershof den “Einlauf von unglaublichen Sportlerinnen beim Elly-Beinhorn-Lauf” und macht ab 9. November voll sein eigenes Ding, mit einer neuen, geilen Show namens “MAHONIS LADEN” im Spiegelzelt der Bar jeder Vernunft. Klingt nach Spaß am Verkaufstresen:

Da sitzen wir zusammen und reden. Und lachen und flennen. Wie echte Krokodile. Dann rockt der Laden. Champagner und Tränen spritzen und wir feiern mit Masel tov und Mohammed, mit Klaus und Kalashnikov. Da fliegen die Schnapsgläser! Und die Experten streiten. Aber hey! Is nur’n Laden. Und Mahoni schließt am Ende ab.

Das Ganze in Kürze: Herzlich willkommen im Kreise der Antikings, TONI MAHONI, wir sehen uns in deinem Laden!

Foto: www.tonimahoni.com

ANTIKINGS DES MONATS APRIL

Andere tanzen in den Mai, wir kopfnicken und werfen wild die Arme in die Luft. Weil wir vor einigen Tagen erfahren durften, dass Berlin-Mitte, entgegen unserer vorherrschenden Eindrücke, doch noch mehr ist als Galerien-Strich, Hölle der Flagshipstores und Eldorado der Immobilienhaie, die luxussanierte Pfuscher-Scheiße zum Goldpreis verticken.

Für diese herzerwärmende Erkenntnis bedanken wir uns, rufen ganz laut “Happy Birthday M.E.C.” rüber in den Mombi Zoo und ernennen die besten Kerle, die Berlin-Mitte in Sachen Rap und Realness zu bieten hat und immer haben wird, zu unseren Antikings des Monats April.

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Prost auf euch, Jungs, und dieses großartige Klassentreffen der coolen Säue, das ihr da auf die Beine gestellt habt. Ein Tag mit allen Mann, ein Video im Kasten und der Track auf Band – bestens organisiert, die Gang. Wir klauen uns einfach zwei, drei Lines aus einem der frühen Meisterwerke und erlauben uns im Hinblick auf heutige Zustände in Berlin-Mitte eine kleine, hoffnungsvolle Anpassung:

Da weeß man, dass ihr mit Kohle hier nicht jeden fickt, da weeß man, dass hier der Hip Hop noch am Leben is.

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Die ganze Bande mal wieder auf einem Haufen zu sehen und vor allem auf einem Beat von Bobby Soulo zu hören, der wie Faust aufs Auge den alten Mitte-Sound ins Heute ballert, ist wie, ja, wie beschreiben wir das, vielleicht so: Das macht in etwa soviel Spaß wie ein 21:19 gegen euch im 4on4 auf dem Mombe früher. Winner stays.

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Don Jonsn, Robin Weed, Fidel Faxoe, Shitmo, Ghettoprinz Hardy, Muck und die ganze Entourage – 20 Jahre Berlin-Mitte und immer noch mehr true school als old school. Klar, älter seid auch ihr geworden, aber die Kunst ist es ja, cool zu bleiben. Also fassen wir zusammen, oder besser gesagt ihr:

“Alle gehen ihren Weg, manchmal trifft man sich, dann ist es kurz wie früher, die Hood vergisst man nicht.”

See you in the streets, Männers.

MUTTIFRAGENALTER