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ANTIKINGS DES MONATS APRIL

Andere tanzen in den Mai, wir kopfnicken und werfen wild die Arme in die Luft. Weil wir vor einigen Tagen erfahren durften, dass Berlin-Mitte, entgegen unserer vorherrschenden Eindrücke, doch noch mehr ist als Galerien-Strich, Hölle der Flagshipstores und Eldorado der Immobilienhaie, die luxussanierte Pfuscher-Scheiße zum Goldpreis verticken.

Für diese herzerwärmende Erkenntnis bedanken wir uns, rufen ganz laut “Happy Birthday M.E.C.” rüber in den Mombi Zoo und ernennen die besten Kerle, die Berlin-Mitte in Sachen Rap und Realness zu bieten hat und immer haben wird, zu unseren Antikings des Monats April.

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Prost auf euch, Jungs, und dieses großartige Klassentreffen der coolen Säue, das ihr da auf die Beine gestellt habt. Ein Tag mit allen Mann, ein Video im Kasten und der Track auf Band – bestens organisiert, die Gang. Wir klauen uns einfach zwei, drei Lines aus einem der frühen Meisterwerke und erlauben uns im Hinblick auf heutige Zustände in Berlin-Mitte eine kleine, hoffnungsvolle Anpassung:

Da weeß man, dass ihr mit Kohle hier nicht jeden fickt, da weeß man, dass hier der Hip Hop noch am Leben is.

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Die ganze Bande mal wieder auf einem Haufen zu sehen und vor allem auf einem Beat von Bobby Soulo zu hören, der wie Faust aufs Auge den alten Mitte-Sound ins Heute ballert, ist wie, ja, wie beschreiben wir das, vielleicht so: Das macht in etwa soviel Spaß wie ein 21:19 gegen euch im 4on4 auf dem Mombe früher. Winner stays.

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Don Jonsn, Robin Weed, Fidel Faxoe, Shitmo, Ghettoprinz Hardy, Muck und die ganze Entourage – 20 Jahre Berlin-Mitte und immer noch mehr true school als old school. Klar, älter seid auch ihr geworden, aber die Kunst ist es ja, cool zu bleiben. Also fassen wir zusammen, oder besser gesagt ihr:

“Alle gehen ihren Weg, manchmal trifft man sich, dann ist es kurz wie früher, die Hood vergisst man nicht.”

See you in the streets, Männers.

MUTTIFRAGENALTER

ANTIKINGS DES MONATS MÄRZ

“Sich von der Masse abheben, anders sein als andere”, das nennen unsere Antikings des Monats März als Triebfedern ihrer künstlerischen Arbeit. Klingt erstmal ein wenig breiig, wenn “Anderssein” doch oft bedeutet, dass alle wieder gleich sind, gleich anders. In einschlägigen Berliner Clubs und Kneipen schlägt bei solchen Aussagen unser Bullshit-Radar an wie der Hofhund beim Postboten… ABER: Hier geht es um den Antiking des Monats aka euren hochsensiblen Bullshit-Filter und es geht um QUINTESSENZ, die tatsächlich so dermaßen ihr eigenes Ding fahren, dass wir die Eingangsformulierung unter sympathischer, künstlerischer Bescheidenheit und Zurückhaltung verbuchen.

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Das Hannoveraner-Berliner Künstlerkollektiv, bestehend aus Thomas Granseuer und Tomislav Topic, existiert seit 2008 und bespielt – ganz undogmatisch – verschiedene Ausdrucksformen der Kunst versiert wie den eigenen Home Court. Film, Installation, Wandgestaltung, Malerei – Abstraktion ist das gestalterische Mittel ihrer Wahl, immer geht es dabei um die Prozesse zwischen Material und Raum.

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So schaffen Arbeiten, die sich scheinbar gut in vorhandene Strukturen, in ihre Umgebungen einpassen, am Ende des Prozesses plötzlich doch starke Kontraste. Gerade in der Malerei entstehen ihre Arbeiten so durch ständig wiederholte Zerstörung und Neuordnung des Vorhandenen.

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Wir sind keine Kunstkritiker und schon gar keine Freunde vorgegebener Lesarten von Kunst.  Deswegen wollen wir hier auch keine großen, interpretativen Reden schwingen. Stattdessen sagen wir: Schaut euch genauer an, was die QUINTESSENZ-Künstler auf die Leinwand, die Fassaden oder in den Raum bringen. Die haben’s drauf.

Quintessenz

Wer clever ist, begibt sich schon mal in Lauerstellung. QUINTESSENZ gehören nämlich zu den auserwählten Künstlern, die ein T-Shirt für unsere limitierte Antiking-Artists-Serie gestaltet haben. Also immer schön das Ohr an der Straße behalten, damit ihr den Release nicht verpasst.

Alle Fotos: © QUINTESSENZ CREATION